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June 9, 2019

The Climbs

Kallusweg

Der erste Teil ist eine relativ lästig lange, mittelmäßig steile und halbwegs grobe Kopfsteinpfasterpassage. Oben angekommen wird es kurz flach auf ca. 200m Asphalt bevor es scharf links weggeht. Dann kommt die erste wirkliche Grauslichkeit: eine anfangs flache immer mehr ansteigende grobe Kopfsteinp­ flasterstrasse die bei feuchten Verhältnissen schon zum Schieben verleitet hat. Nach dem Steilstück wird es wieder ein bisschen flacher. Segmentende ist das Ende des Pavé’s wo wieder der Asphalt beginnt.

Eiserne Hand

Die eiserne Hand: ein Thema für sich, steil, steiler, Eiserne Hand. Man denkt sich: boah, ist die steil – bevor sie richtig steil wird. Ob langsam oder schnell reinfahren ist einerlei: die Explosion ab dem Mittelteil ist garantiert. Segmentbeginn ist unten bei der kurzen Kopfsteinpflasterpassage und Ende oben wenn man an die T-Kreuzung kommt.

Kahlenberg

Der Kahlenberg ist radfahrtechnisch nicht besonders spektakulär – dafür die Aussicht. Allerdings ist es einer der längsten Anstiege. Nur nicht bei der Y-Kreuzung im oberen Drittel die steilere Variante erwischen – aber das ist zu diesem Zeitpunkt eine einfache Entscheidung.

Zum Himmel

Zum Himmel: nicht umsonst dieser Name. In Grinzing nach der scharfen Rechtskurve endlos bergauf – bis man irgendwann einmal vielleicht oben ist. Belohnt wird man allerdings mit einer sensationellen Aussicht bei der Abfahrt auf der Bellevuestrasse.

Agnesgasse

Nur ein Verbindungssegment, damit Keinem fad wird. Kurz flach, dann links steil hinauf – auch nicht ganz ohne. Ist eine Einladung für einen kleinen Sprint in der Gruppe. 🙂

Strehlgasse

Ein Kleinod des Wiener Kopfsteinpflasterbaus. Von der Krottenbachstrasse ein kleiner Weg rechts weg. Wer meint er kann den Gang stehen lassen soll ruhig weiter meinen. Spätestens hier verflucht man die Entscheidung auf die 30mm Pneus mit 4bar zugunsten unnützer 23mm Reifen für aerodynamische schnelle Flachpassagen verzichtet zu haben. Nach dem Pflasterstück noch kurz Asphalt bergauf bis zum Segmentende, bevor es links auf die Khevenmüllergasse weggeht.

Pötzleinsdorfer Straße

Es scheint ein kurze lösbare Aufgabe zu sein, aber auch hier trügt der Schein: Anfangs flach, voll Motivation und die Scheibe aufgelegt steigt diese elende Straße immer mehr bis sie fast zum Beinebrecher wird falls das blutleere Gehirn nicht früh genug das Signal zum Schalten gibt. Das Ende des Segments muss man nicht ankündigen.

Klampfelberggasse

Eine Feinheit: früher eine Gasse, jetzt nur mehr ein Fussweg – erfreulicherweise asphaltiert. Auf der Neuwaldeggerstrasse links weg und gleich relativ steil bergauf bevor es wieder wirklich grausam wird. Man wähnt sich in Sicherheit bevor das Kopfsteipflaster bis zum Schafbergbad losgeht. Die Abfahrt am Himmelmutterweg langsam angehen: viele werden sich denken wie unnütz die Scheibenbremsendiskussion ist.

Oberwiedenstraße

Was soll ich sagen: ich kenne die Bezeichnung für diese Art von Kopfsteinpflaster nicht. Die Steine sind in der Mitte noch einmal eingeschnitten. Vermutlich damit die Pferde in der steilen Strasse nicht rutschen. Damit ist schon alles gesagt. Danach geht es auf Asphalt weiter und bevor man ganz oben ist, bei der Villa Aurora, geht es wieder links hinunter.

Liebhartstal

Nach der Abfahrt geht es erst flach auf der Erdbrustgasse, man kommt auf die Gallitzinstrasse und darf dann gleich die rechte Abzweigung ins Liebhartstal nicht verpassen. Auch wieder konstant steiler werdend bis zur Abfahrt Richtung Steinhof. Entlang der Steinhofgründe wünderschöne Ausblicke ins Rosental.

Rosental

Nach einer Abfahrt die eher vemuten lässt man ist im tiefsten Naturschutzgebiet und nicht in einer Millionenstadt geht es nach einer Spitzkehre in ähnlicher Weise wieder das Rosental hinauf. Bei ca. der Hälfte des Weges nicht die Abzweigung nach links hinten in die Jan-Kiepura-Gasse verpassen. Dieser folgen bis zur T-Kreuzung Steinböckgasse und dieser bis zum Ende des Asphalt folgen. Nach dem Ende des Segments folgt eine kurze nicht asphaltierte Waldpassage und eine Abfahrt die ein vorheriger Bremsentest nicht sinnlos erscheinen lässt.

Jubiläumswarte

Ein Klassiker der Wiener Anstiege: ungewohnter Weise geht es jedoch nicht in Ottakring los sondern nach der Waldpassage auf der Liebhartstalstrasse bis man wieder scharf nach hinten in die Johann-Staud-Straße abbiegt bis zur Warte. Wer sich die Zeit nehmen will: es lohnt sich immer die paar Stufen auf die Warte hinauf um bei schönem Wetter einen unglaublichen Blick in alle Richtungen zu haben. Falls gewünscht könnte man hier noch ein Segment für die Wertung aufnehmen – damit würde bei dieser Veranstaltung auch das Schuhwerk ein Diskussionspunkt.

Wolfersberg

Bitte die Strecke gut studieren oder Euren Wahoo richtig bedienen: man verfährt sich leicht!

Sophienalpe

Einer der ultimativen Wiener Trainingsberge. Unzählige Kraftrainings, private Ausscheidungsrennen und das Sophienalpenzeitfahren haben hier stattgefunden. Konstanter nicht allzusteiler Anstieg. Falls es der Söuregehalt der Beine noch zulässt und man immer noch vor Motivation strotzt: das ist ein „Scheibenberg“. Bei der einzigen Y-Kreuzung rechts halten. Auch hier wieder eine Abfahrt über den Exelberg mit wunderschönen Blicken auf Wien.

Häuserl am Roan

Zum Schluss noch eine absolute Gemeinheit: etwas schwieriger zu finden, aber für eine solche Feinheit lohnt es sich zu suchen. Das Segment startet schon beim Kreisverkehr an der Marswiese – es wäre wegen der Vorbelastung. Ein Schmierer, dann zwei Mal ums Eck bis beim ersten Anblick der wirklichen Aufgabe die Schockstarre einsetzt: erst leichteres, dann schweres konstant steiler werdendes Kopfsteinpflaster. Am Ende der Passage währt die Freude nur kurz: es geht nach links weg bevor es, zwar auf Asphalt, dafür aber mit einer Steilheit nach oben geht die seinesgleichen sucht. Das Steilstück überwunden geht es flacher auf einem, sagen wir erneuerungsbedürftigen, Weg konstant nach oben. Durch den kleinen Tunnel unter der Höhenstrasse hindurch links und gleich wieder rechts bis zum Häuserl am Roan, dem Segmentende.

Höhenstraße

Das Ende naht. Oder wie es ein Englischkundiger übersetzt hat: „The end is near“ – was den Zustand zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich am besten ausdrückt. Der Abschluss ist im Vergleich zu den vorhergegangenen Aufgaben einfach. Für den gemeinen Hobbyfahrer ist die Höhenstraße jedoch auch kein bevorzugtes Terrain. Je nach belieben kann man den Ausblick geniessen und die bevorzugte Abfahrtsroute wählen um beim nächsten Wirten die Beine hochzulagern.